Blümchen. Rüschchen. Widerstand!

Wenn ich irgendwo eine Schleife, eine Rüschenborte, Volants oben, unten, an Ärmeln, Kragen oder Taille sehe, könnte ich quieken. Vor Freude und Entzücken. Ich liebe das. Ich liebe diese hypermädchenhaften Kleider, die auch einer Porzellanpuppe im Schaufenster meiner puppenvernarrten Nachbarin stehen würden. Kleider, die kleinen Mädchen angezogen werden, um ein klares Zeichen zu setzen: dieses Kind ist weiblichen Geschlechts. Auch wenn die Flaumhaare das noch nicht so recht vermuten lassen.

Die perfekte Kombination, die mich dann komplett in den Kitsch-Wahnsinn treibt sind Muster: kleine Blümchen, große Blümchen, Spitzenapplikationen oder Vichy-Karos. Bubikragen und Trompetenärmel, ausgestellte Säume…

Wie sehr ich auch versucht habe, mir diese Hyper-Hyper-reaktion abzugewöhnen, ich bin kläglich gescheitert. Es scheint schon seit vielen Jahren in mir zu stecken. Nicht das Prinzessinnen-Dasein hatte es mir angetan, sondern die teils romantischen, teils hippie-esken Klamotten. Die Psychoanalyse möchte ich mir an dieser Stelle sparen. Das war schon Thema. Kindheit, bla bla, verpasste Chancen. Die Gründe sind jetzt Nebensache.

Warum also wieder dieses ewige Gerede um Blaming, Shaming etc.? Nun es war so: beim spontanen Online-(Nicht)-Shopping ertappte ich mich, wie ich innerlich dieses besagte Schweinchen-Rosa-Geräusch in mich hineinpresste. Ich musste wieder quieken. Da war er: dieser viktorianische Flower-Power-Traum von Kleid. Es hatte alles: Blümchen, Rüschen, Flatterrock. Ich nehme es vorweg, ich habe es nicht gekauft. Stattdessen schreibe ich. Denn als mein feministisches Engelsteufelchen mir zuflüsterte, es sei nicht so gut das zu tragen und Frauenkampf und Co auszurufen, flüsterte ich zurück: warum eigentlich nicht? Es wurde doch schon viel geschrieben und gesprochen von Zooey Deschanel und ihrer eindeutig feministischen Figur in New Girl, die wie keine andere diese nerdige Niedlichkeit verkörpert und dennoch oder gerade dadurch eine besondere Energie an den Tag legt. Zwischen Alltagsbewältigung und Beziehungskiste und Frauenpower. Ich habe all dem immer zugestimmt, ohne mich selbst in die Reihe dieser „neuen Mädchen“ zu stellen. Jetzt, erst jetzt, kommt in mir die Frage auf, warum eigentlich nicht? Die voreilige Antwort wäre, dass ich so gar nicht dem Typ Zooey entspreche. Null. Wie gesagt: das ist voreilig.

Vielleicht lag das Vereinbarkeitsproblem der beiden Bilder in jenen stereotypischen Ideen aus gar nicht so alten Zeiten. Ich erinnere mich nicht an den Ursprung, aber in diesen Quellen heißt es, Frauen würden enge Kleider oder hohe Schuhe nur deshalb tragen, weil diese Kleidung sie körperlich einschränkt, einschnürt und behindert. Nicht umsonst war es eine Revolution, als Frauen sich die Hosen aneigneten und damit ein ganz großes Stück Freiheit – geistig aber vor allem körperlich. Wahrscheinlich gelten Röcke deshalb als eine Art Rolle rückwärts. Auch wenn sie noch so süß sein mögen.

Damit soll mein innerer Dialog aber nicht enden. Ich bin bereit zuzugeben, dass diese Kleid=Lebenshindernis-Relation irgendwann so Anklang fand. Aber heute? Heute versuchen wir doch davon zu sprechen, dass eine Frau egal was tragen oder nicht tragen kann, ohne dann z.B. auf der Straße abgegriffen zu werden und gegen ihren Willen belästigt oder gar Schlimmeres. Weil Rock zu kurz, Lippen zu rot, Haare zu lang. Klar, nicht in allen Hirnen dieser Welt ist diese „neue Freiheit der Frauen“ angekommen. Doch festhalten an der Idee lohnt sich, wie ich finde. Zurück also zum Blümchen-Kleid-Dilemma. Ob diese Kleider, von denen ich anfing, für Jedermann (-frau wirklich nur in Klammern) als sexy gelten, trau ich mich nicht zu beurteilen. In meinen Augen sind sie es nicht explizit. Wobei ich die Pädo-Debatte ungeöffnet lasse. Ich sehe nicht aus wie ein Kleinkind, sodass die Verwirrung sich da hoffentlich in Grenzen halten müsste. Schränkt mich das Tragen eines solchen Kleides im Alltagsgeschehen ein? Ein wenig, wenn Wind weht, beide Hände voll sind und keine frei zum Rockfesthalten. Unangenehm, aber ansonsten Harmlos. Mir sind im Kleid auch keine Zäume im Weg. Rüberklettern – kein Problem. Seit Jahren habe ich die Sommertage in Jeansshorts bestritten und meine Kleider hängen lassen. Die Empirie zeigte, dass selbst bei kurzen (Hot) Pants Menschen weniger Aufmerksamkeit als bei längeren Kleidern aufbrachten. Ein Kleid ist ein Blickmagnet. Ob Frauen oder Männer, wenn ein Rock die Beine umspielt, scheint es etwas anderes zu geben, worauf die Leute achten. Zwischen Sichtbarkeit und Verstecken. Ein bisschen Geheimnis und ein bisschen Freizügigkeit. Die Erotik dieser Kleider will ich hier nicht ausbreiten, denn an die denke ich persönlich erst an zweiter oder dritter Stelle…

Vielleicht hatte ich einfach keine Lust mehr, diese Art der Aufmerksamkeit zu bekommen. Sehr wohl bekam ich zu hören, warum ich keine Kleider mehr trage? Kleider würden mir viel besser stehen. So what? Das sagte ich.

Und jetzt? Jetzt ist da dieses Aufflammen, diese Lust an den Rüschen, der Wunsch, mich in dieses niedliche kleine Ding zu schmeißen und süß zu sein. Für mich. Denn meine Freundinnen schlagen oft die Hände über ihren Köpfen zusammen und rollen ihre Augen: „Himmel! Wo hast du das denn her?“

Und Männer? Wenn mir jemand blöd kommt, herablassend oder respektlos, dann rufe ich ihm etwas von Frauenkampf und Co hinterher. Im Blümchenkleid. Mit Rüschen.

❤ KF

Feministisches Frühlingserwachen und adoleszente Sommernachtsträume

So, wie ich hier daher schreibe, muss es nach einem einheitlichen, in sich stimmigen Bild aussehen: eine, die es wissen will und muss. Eine, die früh für die weibliche Solidarität kämpfte. Eine, die auf den Tisch haute, Rosa verachtete und vielleicht sogar die eine oder andere Protestaktion startete.
Leider falsch. Ich korrigiere und oute mich, früher in einem anderen Team mitgespielt zu haben. Bevor es zu dieser Niederschrift hier kam, ordnete ich meine Gedanken. Ein Jahr bis heute. Wie soll ich alles unter einen Hut bringen? Vielleicht wie Lynda Birke, Feministin und Biologin: wearing two hats?
Mich plagten Schuldgefühle. Zuletzt bei einem Klassentreffen des Abiturjahrgangs. In meinen früh-erwachsenen Jahren dominierte ich. Ich führte Mädchen und kämpfe gegen andere. Ich war überkritisch – mit mir selbst nur heimlich, mit anderen umso offener. Ich scheute mich nicht vor Gemeinheiten, nicht vor Beleidigungen und auch nicht vor selbstgesetzten Bewertungen. Unter dem Label meines Namens wurde gleich mehrere, mich begleitende Freundinnen bezeichnet. Sie fügten sich meinen Ideen und Idealen, mal mehr mal sehr viel weniger freiwillig.
Ich verurteile „leichte“ Altersgenossinnen auf dem Schulhof und wollte doch gleichzeitig mehr männliche Aufmerksamkeit. Egal wie. Ich trug wenig. Eigentlich immer. Im Frühling war ich die erste im Mini. Je kürzer, desto ich.
Göttin sei Dank! – heute kann ich drüber schmunzeln. Die regelmäßig schockierten Gesichter: die Bauch- und Beinfreiheit, die Spitzenunterwäsche. Die Sprüche: wie haben deine Eltern dich so rausgelassen? Zieh dir doch bitte etwas drüber!
Ach ja, und im Endeffekt bin ich selbst ein bisschen verstört: hatte ich doch mit dem Großteil der Jungs meiner Klasse irgendwie irgendwas am Laufen. Und von manchen Verehrer_innen erfuhr ich erst nach dem Abi.
Für manche vielleicht die ganz normale Pubertät. Für andere Horror und Feind jedes Feminismus. Darum auch meine Schuldgefühle: hätte ich überhaupt das Recht die großen emanzipativen Themen für mich zu beanspruchen? Müsste ich nicht erst eine Beichte ablegen?
Aber weil wir Feministinnen uns gern Negatives und Benachteiligtes wieder positiv aneignen und Chancen der Krisen nutzen, wäre hier wohl die beste Gelegenheit dafür. Ich habe nicht aufgehört darüber nachzudenken und ich wollte es noch weniger bei diesem Sackgassen-Dilemma meiner Fiesheit belassen. Also dachte ich weiter. War ich doch so gar nicht feministisch? War da wirklich nichts Empowerndes an mir und meinen Aktionen?
Doch! Und wie ! Und ich bin mir sicher, dass wer sucht, die findet! Wenn ich einen genaueren Blick auf die Schulzeit werfe, war ich nie das schwache Mädchen. Im Sport nahm ich es locker mit den Jungs auf, war sogar oft besser. Für meine Freundinnen setzte ich mich bedingungslos ein. Ungerechtigkeiten – außer denen, die ich selbst in die Welt setzte – ging ich gut und gerne an. Zum Beispiel mit Lehrenden und ungerechten Noten. Die Idee einer höheren Weiblichkeit – so esoterisch das auch klingt – war mir immer nahe. Naturnähe und ein Leben in ihrer Nähe und im Einklang mit ihr. Ökofeminismus war mir schon in ganz frühen Jahren vertraut, auch wenn der Begriff erst viel später Sinn machte. Zu Hause gab es das stereotypische Mädchen-Junge-Ding nicht: mein Bruder war der kleine Weiche, und ich die große Harte. Die, die alles organisiert, plant und umsetzt. Leistung war mein Steckenpferd: in der Schule und im Alltag. Vielleicht sogar viel zu sehr, ich gebe es zu: meine Mutter pflegte es zu sagen, dass von meinem Brüderchen nicht so gute Noten erwartet, wie von mir…weil er ein Junge ist. Dass da ein „WEIL“ dahinter steckte, hat sie wahrscheinlich erst mit meinem heutigen Studium richtig durchdacht. „Weil DU als JUNGE auch ohne zu gute Noten durchkommst“. Übrigens hat mein Bruder mit durchgehend etwas schlechteren Noten DASSELBE Abi gemacht wie ich… „WEIL er ein JUNGE ist!“.

Nun, weiter im Text: ich HABE diese Klamotten getragen und ich wurde oft dafür belächelt oder beurteilt. Manchmal sogar belästigt. Wieder sagte meine Mutter, sie könne nicht mehr ruhig mit mir die Straße entlang  laufen, weil die ganzen Männer mich anstarrten. Aber ich zog es durch. Heute bewundere ich meinen Mut. So, wie ich damals tags und nachts Bahn fuhr und einkaufen ging, würde ich heute auf dem einzigen Prinzip nicht tun: Aufmerksamkeit vermeiden. Frau kommt einfach ruhiger durch den Alltag, wenn nicht 3/4 ihres Körpers nackt sind und der mit den hohen Hacken bei mit 1,80m nicht gerade unscheinbar ist. Mutig ja. Aber nicht nur das: ich war überzeugt, dass ich das Recht dazu habe und dass Klamotten keine Einladung für nichts sind!
Auch wenn ich manchmal mit zweierlei Maß gemessen hatte, waren die Jungsgeschichten nicht gänzlich unemanzipativ. Das ist sicher Auslegungssache. Aber ich fand und finde noch immer: eine Frau darf selbstbestimmt mit ihrer Sexualität umgehen. Und so tat ich es auch. Nicht jeder meiner adoleszenten Lover war ein lang ersehnter Traumprinz. Ich unterschied sehr wohl zwischen Verliebtheit, wenn das Herz flattert und alle Körperhaare sich aufrichten – simultan. Und zwischen dem anderen Gefühl des Verlangens, der jugendlichen Neugier, der Lust auf Abenteuer. Ich wusste, dass keiner meiner Experimentierpartner lange dicht halten würde und früher oder später so manches unnette Wort auf mich treffen würde. Aber ich wusste: ich halte das aus. Weil es mir das wert war. Nach meinen wenigen intensiven liebeserfüllten „festen“ Beziehungen bin ich heute noch mehr an dem Punkt als damals: für die Freiheit, für die freie Wahl und gegen die Fesseln der Monogamie. Warum sich nicht für das „Konzept“ entscheiden, was am besten zu mir – dir – uns passt?
Ich bin längst nicht am Ende meiner feministischen Retrospektiven. Aber vielleicht lohnt sich an dieser Stelle ein Zwischenfazit:

A) Wir können ALLE zu JEDEM Zeitpunkt anfangen, emanzipative Ziele und Hoffnungen zu entwickeln und zu verfolgen. Nicht die Vergangenheit allein entscheidet. Aber sie prägt natürlich und sie macht uns zu denen, die wir sind. Es lohnt sich also nicht, in den Fehlern zu verharren.

Obwohl diese pubertären Jahre uns prägend erscheinen und wichtig für die Bildung unserer Persönlichkeit heute, waren es doch hormonexplosive Zeiten. Emotionen kochten hoch und auch wir waren den (normativen) Einflüssen unserer Umwelt ausgesetzt. Wir lernten viel, aber nicht kritisch zu sein, nicht sensibel zu reflektieren, nicht uns und Zustände infrage zu stellen. Weil es ein schulischen RICHTIG und FALSCH gab. Wie viel selbst erworbenen Feminismus kann man_frau da erwarten? Und wenn ich gerade dabei bin: wer von uns hätte es gewagt, auch wenn er_sie es gewollte hätte, auf kreative und geschlechtersensible Weise einen Aufsatz zu schreiben? A la Bürger*innen, Schüler_innen oder BanknachbarInnen.

B) Die positive (Um)Deutung aus der heutigen Perspektive ist ein Geschenk und eine Chance. Ich habe meine Schuldgefühle neu interpretiert. Ich habe darin sogar eine Menge „Gutes“ gefunden, aus dem ich schöpfen kann. Hätte ich diese Erfahrungen nicht gemacht, wäre ich nicht dort, wo ich heute bin. Und ich LIEBE meinen heutigen Standpunkt. Ich bin froh und weiß um meinen privilegierten Zustand und Zugang zu Wissen, zu reichen Quellen, und bewundernswerten Dozent_innen.

Jedes Potenzial ist nutzbar, brauchbar und wunderbar! Ich hoffe, mein kleiner Ausflug back to the past erfüllt ein bisschen was an Zweck und sagt das, was ich sagen will: es gibt keinen stagnierenden Zustand. Unser Dasein ist ein Prozess. Und unsere Einstellungen und Prämissen sind es ebenso. Nur wer einst eine Idee gut fand, muss und kann auch gar nicht immer und ewig auf und in diesen verharren. Das, was in der Schule galt ist in der Uni nicht mehr haltbar und erst recht nicht im Berufsalltag. Ich bin keine Verfechterin von Linearität und Wachstumsentwicklungsphantasien. Gern gestehe ich, dass die Anhäufung von Erfahrungen durchaus mit dem Alter erfolgt… so viel zu meiner „Altersweisheit“ mit 27 :)…

❤ KF

Du siehst gar nicht so aus…

…wie eine, die sich mit Frauenförderung und Gleichstellungsfragen beschäftigt!

Es ist einer dieser Tage. Einer dieser Fälle. Einer dieser Männer.

Erfolgreich, selbstbewusst und migrationsfrei.

Ich habe es allein meiner Dating-Neugier und wissenschaftlichen Reflexions-Gelüsten zu verdanken, dass ich Sätze, wie oben, zu hören bekomme. Denn eigentlich und im tiefsten Abgrund meines Herzens habe ich überhaupt kein Interesse an einer Beziehungsanbahnung. Und für beziehungslose, ungezogene Kurzbindungen brauche ich nicht die Mühe der Konversation. Das geht auch anders.

Da ich aber ein Herz für klischeebehaftete, sich gern mal selbst überschätzende Typen habe, erlebe ich diese unfeministischen Situationen. Für mich amüsant, für die Jungs ziemlich verstörend. Oder: überraschend!

Mittlerweise bin ich mir dessen bewusst – und sicherlich auch viele von EUCH – dass mein Äußeres zum Unterschätzen anregt. Besonders wenn es ums männliche Klientel geht, das ein paar Jährchen mehr auf dem Lebenskonto hat. Motto: „Die süße Blonde“. Tja, diese süße Blonde macht sich gern den Widerspiegelungs-Spaß und sagt zu. Wenn ihr fragt, kommt sie gern. Sie ist höflich und nett. Sie lässt es zu, dass ihr mit Sätzen, wie oben, an sie herantretet. Und dann: BÄM! Leider falsch geschätzt!

Ich habe es oft geschrieben, gesagt und gepredigt: ich will nicht bekehren! Ich begebe mich lediglich gern in Situationen, wo ich auf genau dieses berühmte Überraschungsmoment setzen kann. Mit Menschen, von denen ich vorher schon zu 99% weiß, dass sie nicht viel mit Feminismus und Frauenpower am Hut haben. Und weil ich nicht gern sofort auf stur schalte, sondern das Interesse und die Sympathie mir gegenüber anvisiere und sie hinterher nutze – zugunsten der Emanzipation und geistigen Spektrum-Erweiterung.

Dieses Mal sammelte ich die imaginären flirty „Pluspunkte“ im offenen Smalltalk. Keine Heuchelei, keine unnötigen Geheimnisse. Ich setze nicht gerne auf die femme-fatale-Karte. Ich bin einfach nur freundlich. Warum auch nicht? Schließlich gibt’s nicht gleich Grund fürs teasing und negging. Und irgendwann kommt der Moment, an dem sich mein Gegenüber so sicher fühlt, dass er diesen berühmten Fassungslos-Look anlegt: „Du bist Feministin? Das sieht man dir überhaupt nicht an. So wie du hier dasitzt und sprichst.“
Was genau ihn zum detektivischen Profi macht, der anhand von meinem Lachen, Erzählen, meinem casual Look, meiner Gestik (??) genau zu erkennen meint, dass ich „nicht feministisch“ aussehe – ich weiß es nicht.

Es steht wohl außer Frage, dass das „feministische Bild“ im Kopf dieses Manns ein völlig abstruses, von mir abweichendes sein muss. Und auch, dass mein „Outing“ nicht in dieses Bild passt. Und genau dieser Bruch ist mein Ziel. Eine Strategie. Nicht zum Täuschen oder Betrügen. Nein, ich möchte am köpfischen Klischeebild rütteln. Jetzt weiß ich: ich kann das! Ihr könnt das! Alle!! Es sind kleine Nuancen. Nutzt sie! Es gibt Menschen, die (so vorurteilsvoll die erst auch sein mögen) Sympathien für Euch hegen. Klar, kann man mit dem Vorschlaghammer durch die misogyne Wand. Oder, wir kehren es um. Wir setzen unsere Stärken ein, die uns als Frauen* ohnehin schon zugeschrieben werden. Natürlich nicht nur als Frauen – als die Person, die wir zu sein scheinen und als die wir gesehen und bewertet werden.

Ich kann nicht sagen, ob ich mich mit meiner scheinbar harmlosen Ausstrahlung abgefunden habe. Vielleicht färb ich mir einst meine Haare dunkler und spiele mit stilistischen Images. Des Experimentes wegen.
Vorerst nutze ich meine vermeintliche „kleine, süße“ Schwäche FÜR mich, FÜR Feminismus und FÜR die Intervention.

Ja, ich habe so viel Zeit und ja, ich will das und denke auch darüber nach. Es ist nicht nur Friede und Freude – es ist meine tiefgründigste Überzeugung, für die ich hier einstehe. Und nebenbei teile ich meine Gedanken mit Menschen, die sonst am Stammtisch am lautesten schreien (über die eine, die man sich klar gemacht hat oder die andere, die so klammert…). Heterosexuelle Matrix – what else?!

Ob mein Feminismus-Geständnis für eine schlagartige Flucht sorgte? Nein! Ganz im Gegenteil – es droht vielleicht sogar Fortsetzung :). Er weiß (mit all seinem büropausenpsychologischen Wissen) einfach noch nicht, dass mich keinerlei sexuelles Interesse antreibt. Und wenn er es erfährt, enden die Treffen. Bis dahin habe ich viel geteilt, viel verbreitet und vielleicht angeregt – im platonischen Sinne!

Do it! Arrogante Abfuhr kann jede_r! Warum nicht unser Potenzial nutzen, sammeln, bündeln und kanalisieren? Der Hammer kann auch später noch zum Einsatz kommen, für destruktives  Wändeeinreißen.

❤ KF

Feminismus kennt kein Aber…

Ich bin Feministin, ohne wenn und ohne aber. Ich weiß, ich weiß, das ist etwas, was sicherlich schon deutlich geworden ist.
Trotzdem gibt es für mich keinen Status quo, keinen Ist-Zustand und keine Stagnation. Zu konservieren gibt es nichts. Alles ist in einem Wandel, einem ständigen Fluss – auch der Feminismus – mein Feminismus und unser.

In den letzten Tagen dachte ich viel über den Satz einer sehr engen und langjährigen Freundin aus Schultagen nach. Sie sagte: „Wie kannst du nur so ruhig weiter mit mir befreundet sein, wenn ich doch genau das Gegenteil will und tue, als DU für richtig hältst?“

Das Gegenteil bedeutet: christ-demokratische Nähe, Jura, High Heels, viele „erste Dates“ inklusive Mann zahlt und der dringliche Wunsch nach einer Haus und Garten Familienidylle, mit Verdiener-Gatte, herzallerliebste Kinderchen und meine Freundin am Herd mit Schürze und roten Lippen. Trotz Intellekt, harten Studienjahren, Bundestag und einem goldgepflastertem Karriereweg nach ganz Oben.

Sie setzt auf Luxus und Sicherheit. Sie selbst hatte das nie, noch hatte ihre alleinerziehende Mutter das. Und: sie sagt zu mir Dinge wie: „Wenn ich nur den Richtigen finde, schmeiß ich alles hin und werde Hausfrau und Mutter!“

Wir kennen uns so lange, über 10 Jahre. Zusammen haben wir vieles durchgemacht, uns geliebt und gehasst, gelästert und gekämpft – miteinander und gegen. Schule, Pubertät, erste Liebe. Alles unmittelbar zusammen. Unsere ersten Jobs hatten wir zusammen, wir zogen durch Clubs, ließen uns Drinks ausgeben und tanzten mit unseren 18 in Call Girl Manier.
Wir hatten Spaß, wir waren diese Mädchen, die alles ausprobieren, sich testen und die Grenzen. Sehr oft wurden wir verletzt – meist verbal (naja, ich in meiner Radikalität bekam auch schon mal richtig Schläge von Männern in Clubs. Heute sträuben sich mir die Haare, damals dachte ich nur „Wie gemein!“ und weinte ein paar Tränen um nächstes Wochenende wieder weiter zu machen)

Wir diskutierten die „großen Fragen“ über Männer und Frauen, über Verrat und Betrug. Wir tauschten Erfahrungen aus und verglichen insgeheim unsere Vorlieben und Liebhaber.

Im Grunde tun wir das heute auch. Nur tun wir das Meiste jetzt bewusst. Meine Freundin trägt Kaschmir-Pulli und speist in teuren Restaurants – weil sie’s kann, weil sie’s will! Gut so.

Ich trage lieber Katzen-Print-Shirt, esse kein Fleisch mehr (es sei denn, ich könnte ein selbst aufgezogenes Schäfchen oder Hühnchen eigenhändig töten…wird so bald nicht passieren) und diskutiere an jeder Ecke über … ja, immer noch über Männer*, Frauen* und Intersektionalität (meine Mutter hat längst die Krise und mein Bruder nennt sich Feminist).

Ich weiß jetzt, dass die Schläge im Club, die Grabscherei in der Bahn oder die Verbote meines ehemaligen Chefs, Kleider zur Arbeit zu tragen nicht nur „kleine Macken“ dieser Herren waren, sondern dass diesen Aktionen tiefgreifende  Machtstrukturen, Sexismus und androzentrische Weltansichten inhärent sind.
Meine Freundin weiß das auch. Sie möchte aber nicht kämpfen. Sie will geliebt werden und sucht sich ihre Freunde so aus, dass die o.g. Situationen vorher ausgeschlossen werden können. Sie hofft auf jeden Fall immer wieder. Mit Verrat, Betrug und Ablehnung kämpft sie trotzdem.

So viel erstmal zu uns beiden.

Ich finde nicht, dass wir so verschieden sind. Wir sind beide starke, unabhängige Frauen auf dem Weg. Wir wollen unsere Wünsche und Hoffnungen erfüllt sehen. Wir wollen sie SELBST erfüllen.
Das gute an meiner Freundin ist, dass sie nicht so eine ist, die sagt „Ich bin keine Feministin, aber…“ Sie sagt es eigentlich gar nicht. Sie will für die Männer nicht radikal sein. Nun ja, das trennt uns. Aber ich kenne sie – sie setzt auf ihr Image, die möchte die Hepburn-Lady sein, sie will bezirzen und sehnt sich ein bisschen nach den 50ies-Diven. Weil sie es noch nicht erlebt hat. Meine These: Familie lässt sich nicht testen. Ehe muss man und frau wagen. Und dann sehen. Viele meinen, das sei das einzig Richtige, Wichtige und Mögliche. Mal schauen, wie es aussieht, wenn es DA ist – jeden Tag, 24 Stunden :).

Obwohl ich mir heute den Titel Feministin auf sämtliche Körperteile tätowieren würde (metaphorisch), hätte ich das in der Schule noch nicht getan. In der Schule in Geschichte, Sozialkunde, PW u.Ä. wird Feminismus kaum erwähnt und wenn, dann als radikale, negative Entwicklung, die zufällig und nebenbei das Frauenwahlrecht und SO VIELE ANDERE DISKRIMINIERUNGEN AUFDECKTEN UND BESEITIGTEN!

Und dennoch weiß ich heute, ich war schon früh feministisch unterwegs.

1. Als Kind hatte ich viele Jungsfreude, lief mit denen durch Wald und Wiese, verteidigte „unsere Straße“ vor „fremden“ Jungs und hatte sehr, sehr oft kein T-Shirt an (bis 7 oder 8 Jahren).

2. Stille, in sich gekehrte Mädchen, die schüchtern ihre Schleifchen im Haar richteten und niemals mit nach Draußen kamen konnten nicht viel mit mir anfangen. Ich war aktiv, progressiv und ja, auch mal aggressiv – im sportlich-fairen Stil.

3. Früh wurde mir klar, Frauen – als welche ich mich in Zukunft sah – haben eine „andere“ Funktion in der Gesellschaft um mich herum (nicht „othering-like“ sondern „special“). Frauen hatten Kenntnisse, die Männern fremd waren. Sie kannten Kräuter, die Schmerzen lindern, beruhigen, beleben. Sie konnten Zäune reparieren und kochen, Gäste empfangen und ein Feld voller Kartoffeln abernten. Ja, das Leben zwischen Dorf und Stadt in Russland um 1990 macht mir die Macht der Frauen deutlich. Meine Mutter und Oma waren meine Vorbilder und sind es heute!

4. Ich war durch und durch vernarrt in die Geschichte über Heilerinnen, Hexen, weisen Frauen, Göttinnen, Nymphen. Ohne hier den Essentialismus und Biologismus aufleben lassen zu wollen, dass Frauen „von Natur aus der Natur näher stehen“. Die Frauen, die ich kannte waren alle Mütter und hatten diese Güte in sich. Sie hatten die Kraft, sture, stumpfe und oft uneinsichtige Männer zu bändigen, zu umgarnen und standen über den Dingen. So schien es mir. Die Welt geht doch unter ohne diese FRAUEN!

5. In den Teen-Jahren stieß ich mich am Madonna-Hure-Dualismus. Ich selbst bin nicht stolz den reproduziert zu haben. Ich ging durch alle Phasen und schaffte es zu keiner Zeit, beides in mir zu vereinen. Bis mir ein Licht aufging: DAS GEHT AUCH NICHT! Und: das MUSS es nicht! Vom Versuch, ein „braves Mädchen“ zu sein bis hin zur sexuell entfesselten B**** kannte ich jede Rolle und keine passte für mich. Etwas stimmte an der Gesellschaft nicht.

6. Sorry, liebe Männer, aber viele von meinen Partnern über kurz oder lang schafften es nicht, ihr Ego im Zaum zu halten. Viele rennen bestimmt noch jetzt weg, wenn sie meinen Namen hören! Dass eine FRAU sie verlassen kann, weil SIE genug hat, dass können selbst „emanzipierte Herren“ nicht immer wegstecken.

7. Und last but noch least (wobei es noch viel mehr zu erzählen gibt und mir täglich neue Verbindungen in den Sinn kommen, die auf eine feministische Laufbahn verwiesen haben): in der 13. Klasse war auch ich auf der Suche nach dem richtigen Studienplatz. Was studieren? Wo studieren? Klar, ich wollte mein geliebtes Berlin nicht verlassen. Hab ich auch nicht.
GENDER STUDIES sprang mich förmlich an, als ich die Liste der Studiengänge der HU durchlas. Leider konnte ich die nur als Zweitfach im Bachelor wählen und mit einer Notlösung im Kernfach wollte ich nicht anfangen. Aber schon damals löste der Gedanke, mich mit Geschlecht und anderen Kategorien zu befassen Euphorie aus! Ich hatte Lust!!
Und: ich tat es! Zwar nach meinem Soziologie-B.A. aber dafür jetzt RICHTIG!

Fast täglich gibt es solche Situationen, wie die mit meiner Freundin oder Leuten, Russinnen und Russen, die mich nicht verstehen. Oder ich selbst als Russin muss mich in aller Breite rechtfertigen – pardon, erklären – wie ich als stolze Russin trotzdem Putins Anti-Schwulen-Gesetze toleriere? Diese Antwort ist leicht: GAR NICHT! Und ich gehe mit Aufklärung, mit Diskussionen und mit vieeeelen laaaangen Gesprächen an die Sache. Ich spreche mit Menschen. Ich erkläre. Ich werde niemals müde.

Auch mit meiner Freundin rede ich. Oft. Ich bestärke sie, Empowerment heißt das Zauberwort im Feminismus. Sisterhood.

Es gibt kein ABER für den Feminismus, es gibt nur Angst, Gesellschaftsdruck und männlich-dominierte Denkkontexte, die manchmal für die Mädels selbst nicht zu durchschauen sind, selbst wenn alles im eigenen Kopf stattfindet.
Ich entschleiere nicht, ich schlage einfach einen transparenten Vorhang vor statt der runtergelassenen dunklen Rollos.


KF

Politisch (UN)KORREKT und RECHT(S) bedenklich

Ach ja, das neue Jahr fängt gut an: die FDP setzt auf pinke Ergüsse (Verzeihung, es ist Magenta) und die Junge Alternative versucht sich im „Gender Marketing“ (auch hier, biggest sorry, es ist Sexismus on it’s best)…

Als zwar auch junge, aber eher links stehende und laufende und denkende Frau, mit einem Migrationshintergrund, mit zwei Pässen und hey!, sogar mit auch mal zwei Persönlichkeiten*, gibt’s schon in der ersten vollen Januarwoche viel zu bemängeln.

(*Kürzlich las ich eine pop-psycho-Studie, die behauptet, dass Menschen, die von Kindesbeinen an zwei Sprachen sprechen und bilingual aufwachsen, auch zwischen Persönlichkeiten switchen. Nun, ich bestätige das einfach mal halb, mit der deutschen Hälfte meiner Person ;D.)

Worum es mir hier geht sind zwei Plakate aus den aktuellen Werbekampagnen der Parteien, die gern den „Volk“ dienen möchten. Bitte korrigiert mich, wenn ich das in den falschen feministischen Hals bekommen habe, aber Parteien wollen Wähler_innen (naja, bei den beiden Süßen würde ich doch eher von Wählern (Punkt, ohne IN, ohne GAP, ohne STERNCHEN, un-un-un-inklusiv sozusagen). Je mehr, desto besser. Während bei der Europawahl die Aufregung nicht sooo riesig war und CDU mit Angela Merkel warb, obwohl die gar nicht zur Wahl stand oder die NPD-Plakate von sämtlichen Satire-Shows lächerlich gemacht wurden, gibt es hier mehr zu sagen.

1. Die FDP will raus aus ihrem Tief. Erst gestern versuchte sie sich selbst zu feiern nach dem Motto „die FDP sei nun statt FDH (friss die Hälfte) FDPur (whatever)“.  Und neben der „frischen Farbe“ (die von der Telekom entliehen wurde), gab es ein paar neue Frauen an der Spitze. Zwei.
Das Provokante : ein Werbeplakat von Katja Suding mit wehendem Haar und straight forward Blick schreit: „UNSER MANN FÜR HAMBURG“.
Unser Mann? Das ist schon zu blöd um eine konstruktive Gleichberechtigungsdebatte loszutreten. Dass von der FDP keine fortschrittlichen emanzipatorischen Marketing-Kicks zu erwarten sind, war mir auch vorher schon klar. Vielleicht ist schlechte PR besser als keine. Wobei gerade diese Partei nicht nur einen Vogel abgeschossen hat, wenn’s um das eigene Image geht (zum Dirndl-Debakel sag ich jetzt aber nichts mehr). Was Frau Suding selbst von ihrer nicht mehr als ironisch einzustufenden Plakatierung hält, weiß ich nicht. Ich könnte mir sogar denken, dass sie dazu steht. Oder sie versucht das auf die neo-liberale Art (???) auszulegen? Vielleicht sogar positiv – a la – „ich kann das mindestens so gut wie einer unserer Männer!“
Fakt ist: es ist FDPurer Rückschritt. Männliche Attribute eine Frau in Führungsposition zuzuschreiben, ist ein längst ausgelutschter Drops. Als harte, berechnende, entweiblichte Maneaterin wurden die meisten Damen schon bezeichnet. Die gläserne Decke zu durchbrechen und nicht zurückzufallen geht nur durch den Verlust der Feminität oder aber durch deren Überspitzung: dem „Einsatz der weiblichen Reize“ (ohne das Hochschlafen-Klischee komme ich leider nicht aus).
Wie wär’s denn zur Abwechslung mal mit der tatsächlichen Akquise von neuen Wähler_innen-Gruppen? Wie wär’s mit einer Kampagne, die mit Aktualität glänzt, statt mit verstaubten und durch und durch unkreativen Stereotypen?

Aber was sag ich, es geht auch schlimmer:

2. Der faulende Stern am Politikhimmel ist ja die AfD, die nun mit ihrer Jugend Minus-Presse-Punkte sammelt. „Junge Alternative“ nennen sich die Menschen, die anscheinend noch nicht wirklich begriffen haben, wie die Welt funktioniert. Frauen lassen sich da gern mit „Ich bin keine Feministin, weil…“-Schildern ablichten. Jede Frau könne doch selbst entscheiden, ob sie Hausfrau wird. Wow! Dass das so ist sehen diese Mädels wohl als Naturgabe oder Alleinverdienst ihrer Herren.
Jetzt haben diese jungen Wild-Alternativen den Höhlenmenschen schlechthin in sich entdeckt und veröffentlichten noch vieeeeel „bessere“ Plakate als die „Puren“ der FDP:
Fünf Frauen, von hinten, im String, alle mit langer Wallemähne (immerhin, die Vielfalt liegt in den vielen Haarfarben und -formen) vor einer Strand-und-Meer-Kulisse. Drüber der Slogan:
„Gleichberechtigung statt Gleichmacherei“
Hoooooolyyyyy sh*t?!?! Was bitte meinen diese Alternativisten damit? Für mich stehen die Anhänger der AfD ohnehin in der rechten Ecke, vielleicht auch an deren linkem Rand – und dennoch. In Zeiten von Bergida und „dem Gefühl einer Überfremdung Deutschlands“, passt die AfD gut ins Bild und scheint Menschen anzusprechen. Auch wenn es eine Minderheit ist – es gibt sie, die Luckes der Nation. Und dann SO ein Werbeplakat?
Was soll das bedeuten? Gleichberechtigung – wissen die was das ist? Wer spricht von Gleichmacherei? Und: was ist in deren Augen der Unterschied? Aus Frauen Männer machen? Wieder dieses alte, dumme Halbwissen? Es scheint, als hätten die sich gegen den Feminismus gewandt, ohne zu wissen, was dieser ist. Und wenn einer (betont ein-ER) doch schon vom Feminismus gehört hat, schweigt er sich lieber aus, statt die Plakat-Designer_innen aufzuklären. Gähn…
Ein männliches Äquivalent gibt es auch: 4 Muskelprotze oben ohne, getarnt als Bauarbeiter sagen „Schluss mit Kuscheljustiz. Kriminalität härter angehen. Harte Arbeit wartet.“ Was uns das sagen soll? Wer arbeitet da wann hart? Und wer soll härter bestraft werden?… Gähn hoch zwei.

Ich unterlasse es ganz bewusst diese netten Bildchen auf meiner so gar nicht rechts-positiven Seite  zu platzieren. Fragt die Suchmaschine Eures Vertrauens und versucht Euch an der Interpretation. Vielleicht kommt die „Massege“ bei Euch an ;)?!

Aufgeregt, wie ich bin, frage ich mich mit rotem Kopf, ob so eine billige Verkaufsmasche für Parteien okay ist? Klar, die NDP macht gern Statements, die mit Bärten, ausländisch klingenden Namen und persönlichen Empfehlungen, Menschen „nach Hause“ zu schicken spielen. Weil hier die politische Gesinnung für die Meisten klar ersichtlich ist, weiß frau und man, woran sie und er ist.

Bei den anderen, oben erwähnten ist es anders: zum einen grenzen die sich regelmäßig und vehement  von Rechts ab und zum anderen, ist Politik eine Verkaufsveranstaltung geworden? Wenn ein Automobilkonzern, eine Uhrmarke oder ein Modelabel mit sexistischen Inhalten und frauenverachtenden Bildgut wirbt, ist es nicht schön anzusehen, kritikwürdig aber letzten Endes DEREN Marketingstrategie. Sie verkaufen ihr Produkt. Sie machen Profit. Sie können gewinnen oder verlieren. Dabei ist niemand der Entscheider_innen dort von MIR gewählt oder nicht gewählt. Das ist Kapitalismus.
Eine Partei hat den Status eines Vereins, von Bürger_innen organisiert. Demokratie ist auch mal dreckig. Aber hier finde ich persönlich geht PR zu weit. Klar, Meinungsfreiheit zählt für alle. Aber wen will diese freie Meinungsäußerung anlocken? Machos? Sexisten? Patriarchen? Und am schlimmsten: Rechte Machos, Sexisten, Patriarchen?

Die feministische Hoffnung stirbt nie! Wie Susie Orbach kürzlich sagte: Feminismus ist wie jede politische Bewegung wellenartig, mal flacht er ab und jetzt folgt wieder ein Hoch!

In dem Sinne: ein HOCH auch den frischen, 2015-Feminismus


KF

Willenlos? Was will der bloß? PUA-Vorurteile, Misogynie und andere Verwirrungen

Julien Blanc. Wem der Name in diesen Tagen nichts sagt, hier ein kurzer Steckbrief: Pickup-Artist, in seinen Kreisen kein unbekannter, „Verführungskünstler“, Coach. Und seit Neustem auch Hass-Objekt der feministisch-aktivistischen Community. Julien tourt schon das ganze Jahr durch die Welt (war u.a. auch in Europa unterwegs; München, Amsterdam, Zürich…) und versammelt in jeder Großstadt, in der er Station macht, hunderte von Anhängern. Die zahlen 3000 Dollar/Euro um dem Mann zu lauschen, der vermeintlich jede Frau „rumkriegt“ und seine Methode jedem Willigen beibringen kann. Für das gewisse Kleingeld.
Nun, dabei bleibt es nicht. Julien lässt des Öfteren Parolen a la „… and you will rape them all“ verlauten. Seine Strategie scheint in der besonders misogynen Interaktion zu liegen – ignorier sie, überfordere sie, hintergeh sie. Ab und an zeigt Julien in seinen Youtube-Videos in eindeutigen Bewegungen wie sich dieses Überrumpeln von fremden Frauen auf der Straße gestaltet.

Julien ist ein End-Zwanziger (würde ich schätzen), eigentlich ganz sympathisch und kann überzeugend sein. Das können viele. Vor allem diejenigen, die irgendeiner Coaching-Tätigkeit nachgehen.

Die Pickup-Szene wird schnell vorverurteilt: Frauenhasser, die jedes weibliche Wesen bis in die Haarspitzen zu erschüttern versuchen. Je schöner sie ist, desto tiefer soll sie fallen.

Kennen wir alles. Kenne ICH alles. Ich habe mich lange genug mit dem Konzept bzw. der Subkultur (und ich finde schon, dass die PUAs so bezeichnet werden dürfen) befasst, um auch sagen zu können: Juliens Mainstream-Botschaften orientieren sich durch und durch an THE GAME von Neil Strauss. Er war es, der als nerdiger Journalist die PUA-Szene eroberte und mit seinem Bestseller ein Zeichen setzte.
Aber nicht für Frauenhass. Nein, für einen Blickwinkelwechsel auf die scheinbar harten und unnahbaren PUAs. All sie waren und sind es manchmal immer noch, verletzliche zarte Blümchen, die von der Einen oder Anderen oder ihnen Allen etwas hart fallen gelassen wurden. Herzen wurden gebrochen, Hoffnungen zerstört. Ventile, die wir für die Verarbeitung finden, können sich unterscheiden, nicht wahr? Das heißt nicht, dass wir anfangen sollten, einander gegenseitig in den Boden zu trampeln. Und: nicht jeder PUA ist von Frauen auseinander genommen worden.

Manche versuchen ihre Liebe zu finden. Ihre – also die eine lebenslange, seelenverwandte Liebe. Ich denke mir das nicht aus – alles Originalvokabular aus den teils psychologisch, evolutionistisch oder soziologisch angereicherten Theorieansätzen der Subkultur-Jungs (meistens Jungs zumindest).

Ich schweife mal wieder ab. Die PUAs bringen mich öfters ins gedankliche Abseits, sorry.

Julien Blanc war also in Australien auf Welttournee und wurde promt von Aktivist_innen von #TakeDownJulienBlanc und der Polizei des Landes verwiesen. So einfach kann‘s manchmal gehen. Da aber schlechte PR besser ist als keine, feiert die PUA-Community ihren Meister nur noch mehr. Das kennt man doch eigentlich von den meisten provokanten Aktionen: Barbie-Dream-House in Berlin, Pussy Riot in der Kirche oder zwiespältigen sexistischen Werbeaktionen a la Tequila als „Dosen-Öffner“ oder „Polylike“ und ihr „Du willst es doch auch“ und und und …

Dabei geht alles ziemlich schnell: soziale Netzwerke machen es uns und ihnen leicht, Gleichgesinnte zu akquirieren.

Ich will auf keinen der Züge aufspringen, obschon ich das Engagement von #TakeDownJulienBlanc bewundere und ehre und achte!

Meine Gründe sind teils untermauert durch meine leichte Pro-Neigung und nicht die totale Ablehnung der PUAs. Clarisse Thorne schrieb das Buch „Confessions of a Pickup-Artist Chaser“, in der SIE, die Feministin, die PUAs „jagt“. Sie trifft viele der Großen und führt sehr offensive und durchaus feministisch zu vereinbarende Gespräche. Sex-positiv ist wahrscheinlich der gemeinsame Nenner, den Clarisse mit den PUAs findet.
Auch THE GAME lese ich gern. Es gibt dort so viel zu entdecken: menschliche Ups und Downs, Liebe, Hass und Intrigen. Geschlechterstudien at their best. Ich bin durchaus in der Lage misogyne Passagen reflektiert zu lesen und sie zu deuten. Den Frauenhass per se habe ich nie allein stehen sehen.

Auch Julien ist – abgesehen von seinen ab und an entgleisenden Aussagen und Schemata – ist aktivistisch unterwegs. Er ermutigt schüchterne, enttäuschte und unwissende Männer, auf Frauen zuzugehen, sie anzusprechen und Selbstbewusstsein zu tanken. JA, es geschieht manchmal auf etwas aggressive Weise und JA, er sieht sich als DEN BESTEN überhaupt (anders würden nicht so viele zu seinen Vorstellungen kommen). Das PUA-Geschäft lebt nun einmal davon, dass „Erfolge“ offen präsentiert werden.

Aber zur „Vergewaltigung“ hat er nicht aufgerufen. Und: Liebe, Ehe, Tradition spielen auch eine Rolle.
Jeder kann jedes mögliche Ziel verfolgen. Kinder und Familie gründen wollen und nicht jede Erstbeste auf der Straße in seine „Höhle“ schleppen. Evolution ist halt DAS TOP-Thema der PUAs.
Mit sprachlich-manipulativen Spielchen, wie dem NLP, versucht es auch Julien auf seine Anhänger Einfluss zu nehmen. Z.B. wiederholt er Phrasen und Wortfolgen in Videos und Vorträgen, unterstreicht Worte mit gezielter Gestik und rundet das perfekt-überzeugende Bild von sich als Meister ab. Ich mag ihn irgendwie. Ich finde ihn spannend, als Mensch, als Untersuchungsobjekt. Ich objektifiziere jetzt einfach mal auch.

Und seien wir ehrlich: Frauen werden auf jedem zweiten Plakat zum Sex-Objekt. Ihre Körper dienen als Projektionsfläche für Schokolade, Bier oder Hustenbonbon. In Küchen und Bädern des Möbelkatalogs sind hübsche Frauen ein Muss – am besten halbnackt und jung.

Glaubt man und frau da tatsächlich, dass die paar PUAs noch mehr am Selbstwert der Heute-Frauen rütteln können? Viele Feminist*innen regen sich im Netz auf. Frauen schreiben verzweifelt, von einem PUA aufs Korn genommen worden zu sein. Nach der ersten Nacht war es vorbei. Die brutalen Aufrissmaschen würden traumatisieren…

Ich mache mich nicht lustig. Ich bin nur ironisch. Natürlich fühle ich auch mit, mit all den herzgebrochenen Verlassenen, Betrogenen und Hintergangenen.

Aber dafür braucht es nicht immer einen Pickup-Artist. Das können auch „Normalos“. Und: ihr könnt das auch. Es ist eine Einbahnstraße, Gefühle zu verletzen und Träume zu zerstören. Denkt einmal zurück: gab es nicht schon mal den Kerl, der euch sehr gern hatte. Für euch war er nur Freund oder schlimmer – nicht einmal das?

Am SCHLIMMSTEN ist für mich das allgemeine VICTIMIZING, das bei all dem vor sich geht.

1. Von Frauen, die sich über die PUAs und deren „Faxen“ beklagen und sich zu einem Opfer stilisieren.

2. Von Kritiker*innen, die die PUA-Maschen verteufeln und meinen, Frauen würden dadurch zu Objekten und persönlichkeitsleeren Gefäßen – sprich: zu passiven Opfern.

Und genau dieses zu Opfern-machen, die Tat- und Ratlosigkeit von Frauen, ihre passive Art werden hier doch nur als Stereotype noch mehr bestätigt!
Wer sagt, dass SIE sich dem PUA hingeben muss? Wer sagt, dass ER sie zu etwas ZWINGT? Ja, etwas arrogant können die Jungs schon mal daherkommen. Und ja, sie können SIE ignorieren, sie mit „Spielchen“ in Schach halten und sozusagen nicht ruhig schlafen zu lassen – genau wie jeder Mann, jede Freundin, jede Schwester oder Mutter. Der ganz normale Sozial-Wahnsinn, der Alltag und das Leben.

Ich plädiere selbst für gegenseitigen Respekt, für Ehrlichkeit und Solidarität – transdisziplinär und –geschlechtlich. Vielleicht würden das nicht alle PUAs unterschreiben, aber durchaus einige.

Und Mädels – wir sind doch nicht passiv?! Wir wissen doch, was wir wollen: ein Abenteuer ist auch mit einem PUA noch eins. Pickup-Artisterie ist eine „Pseudo-kunst“, die nichts gegen Euren Willen tut oder Euch willenlos. Ihr habt immer etwas zu sagen und wenn ihr schon mal was von solchen Männern gehört habt, dann reicht es auch, dass ihr es im Kopf behaltet. Nicht jeder potenzielle „Pickupper“ ist gut und letzten Endes hat jeder auch eine Persönlichkeit, einen Charakter. Selbst der beste PUA-Guru wird nicht immer seinen „Kern“ verbergen können. Wen’s interessiert, kann sich mal mit Mystery’s Geschichte beschäftigen (Spoiler: wie ich schon sagte: zarte Blümchen).

Also:

Aktivismus JA!
Feminist*innen vereint JA!
Pickup-Hass als Antwort auf deren „Frauenhass“ naajaaa… es war noch nie gut, das eine Übel mit einem größeren ausmerzen zu wollen.

Übrigens: Pickup-Artists können auch Feministen (-EN!) sein! Links, sex-positiv und frauen-hochachtungsvoll-liebend. Vielleicht schon mal zu sehr 😉 – Kategorien sind da, um infrage gestellt zu werden!

❤ KF

Wer hat ein „Gender-Problem“?

Donnerstag. Ein interdisziplinäres Seminar irgendwo zwischen Physik, Psychologie und Philosophie. Zwei Professorinnen aus Natur- und Kulturwissenschaft. Scheinbar das perfekte Rezept für wunderbar-ausschweifende Diskussionen und hyper-open-minded people.
So ist es. Fast. Die Runde beginnt bei Mädels aus dem queer-theoretischen Milieu und einer multi-kulti-intersektionalen Gesinnung. Dort, wo sie endet ist kein so toleranter Ort. Genauer: es ist keine solche „Position“. Ein überaus straighter Mann, dessen Heterostatus ihm sehr wohl abzulesen ist, sitzt ebenso mit am runden Tisch dieser Geschichte. Ich bin irgendwo mittig und vernehme diese typische „Hahn im Korb“-Stimmung, die ab der ersten Stunde Funken sprüht. Ganz amüsant, denke ich zunächst. Denn der Typ macht einen durchaus kompetenten Eindruck, kommt er doch ebenso aus dem Medien- und KuWi-Wesen. Er studiert bereits ein Weilchen, 14 Semester sofern mich meine Erinnerung nicht täuscht.
Dass mir diese Kleinigkeit entfallen sein könnte, liegt aber nicht daran, dass es ein Informations-Übermaß in den ersten Semesterwochen gab. Nein, es liegt am netten Herren, der unser weiblich-dominiertes Seminar mit seinen „wertvollen“ Gedanken beehrt.

Wir von den Gender Studies sind ja für unsere Toleranz bekannt und auch die überwiegend gewaltfreie Diskussionskultur, die alle inklusiv behandelt und jede_R/M ein Recht auf ihre_/seine Meinung lässt.

Im beschriebenen Kurs bin ich die einzige Gender-Studierende – aber nicht die einzige Feministin!

Es wird viel geredet, viel gelesen und noch mehr gedacht. Schnell kommt es zu sich überlappenden Interessensfeldern, schließlich wird uns hier viel Spielraum und Mitbestimmungsrecht zugesprochen. Wir gestalten praktisch selbst, erschaffen und intervenieren. Die Freude meinerseits ist ungetrübt.

Bis…ja bis unser einziger Herr der Dinge sich folgende Aussage erlaubt: als eine Professorin ihn nach seinem Ziel des Kurses fragt  und scherzhaft hinzufügt, ihm als „Quotenmann“ würden auch „Gender-Fragen“ naheliegen können…
Ein fataler Fehler!

Denn der Mann der Quote ist so gar nicht der emanzipierte Enthusiast. Ohne sich eine Sekunde Zeit zum kritischen Reflektieren zu nehmen (wie wir von den Gender Studies es gerne mal anraten – vor allem den queer-entfernten bis latent homophoben) lässt er diese Phrase verlauten:

„MIT GENDER HAB ICH EH EIN PROBLEM!… ALSO KEIN GENDER!“

WTH?

Was soll das bitte bedeuten? „Gender-Problem“? Er sitzt da mit 20 Frauen* zusammen und hat ein „Gender-Problem“? Er studiert „etwas mit Medien“ und hat ein „Gender-Problem“? Was soll das?

Ich meine, klar, „die Medien“ sagen auch, Frauen*quoten seien hinderlich für Land und Wirtschaft oder „Social Freezing“ sei die Lösung für alle Repro-Sorgen der weiblichen Belegschaft. Aber hey! Ein „Gender-Problem“???

Frau* und man sieht es und fühlt es hoffentlich auch: ich bin ER-SCHÜTTERT!

Warum ich das HIER schreibe und nicht der netten „White-Straight-German-Healthy“-Hete einmal kräftig den Emanzipationsschuss verpasse (metaphorisch natürlich)? Kurz vor dem Lostippen hab ich mir diese Frage selbstverständlich auch gestellt, wie vor jedem Beitrag übrigens.
Warum hab ich mich nicht empört? Warum bin ich nicht aufgesprungen und habe lauthals „Stop“ gerufen? Viele Kritiker_innen werden mir das vorwerfen. Nach dem Motto, welchen Sinn hätten Gender Studies und Feminismus sonst, wenn Sexisten* und ähnlich Gesinnte weiter ihren Schabernack mit uns treiben könnten?

Einen GROOOOOOßEEEEN – sage ich!

1. Dass ich mir dieser Situation bewusst werden konnte, verdanke ich meinem Fachgebiet und meiner Fähigkeit der Selbst-Reflexion.
2. Ich habe noch viel Zeit mich – gesettled und gezielt – um mehr Verständnis zu bemühen. Denn der nette Kommilitone könnte Wissenslücken aufweisen – wie so viele seiner Gattung – und die werde ich aufspüren und zu schließen bemühen.
3. Bewusster Müßiggang statt impulsiver Überreaktion! Ich kann spontan auch mal komplett überschäumen…und verglühen. Ob ich damit den KLAREN VORURTEILEN über SELTSAME FRAUEN, die sich FEMINISTINNEN nennen und von denen er in der Uni bestimmt einen Sicherheitsabstand hält, entspreche, dürfte sich von selbst beantworten. Auch das habe ich im Verlauf meiner feministischen Bildung gelernt: was gut werden soll, braucht Zeit.

Zum textuellen Überschäumen habe ich mich nun dieses Mediums bedient. Zum verbalen Aufklärungsangriff nutze ich das ganze Semester, in dem ich durch be- und gewusste, gewitzte und unfehlbare Beiträge den unbewegten Mann zum Nachdenken animiere. Ganz egal, ob er zum Feminismus konvertiert oder bei seiner geradewegs-durch-die-Wand-Einstellung bleibt, kein Wort ist unnütz – kein Satz bleibt ungehört. Darauf setze ich – und damit hatte ich bislang immer Erfolg.

Erfolg ist, wenn Feminismus Gehör findet.

Erfolg ist, wenn gerade die privilegiertesten unter den Privilegiertesten einen Moment inne halten und sich fragen: „Geht es mir wirklich so gut in meiner Position?“

Wenn sie dann diese Frage mit „JA“ beantworten ist es ein kleiner Schritt – aber trotzdem einer FÜR das große F!


KF