Wer bin ich und warum solltest DU meine Gedanken interessant finden?

Eine Gute erste Frage. Und die Antwort ist einfach: weil niemand mehr an dem neu-aufkommenden altbewährten Feminismus vorbeikommt. Aber nicht nur das! Da wäre auch noch dieser allseitige Migrationshintergrund, der seine passive Stellung längst verlassen und sich breit gemacht hat auf den Vorderbühnen unserer Hauptstadt, unseres Landes – ach was sag ich! Unserer Köpfe!

Ob ich als Berliner Mädchen, als Feministin, als Migrantin oder einfach als Gern-in-ihrer-Freizeit-Schreiberin Euch und Dich von mir am Herzen liegenden Themen überzeugen kann, stelle ich mich und meine Absichten kurz vor.

Ich bin frische 26 Jahre alt und versuche mich mit aller Kraft seit fünf Jahren davon abzuhalten, das hier zu tun. Nämlich zu schreiben und diese vernetzte weite Internetwelt um ein weiteres Tagebuch zu bereichern.
Warum? Na weil Tagebücher geheim bleiben sollten. Mein letztes offizielles Tagebuch habe ich mit 17 abgeschlossen, das kleine Schlösschen mit dem Universalschlüsselchen verschlossen und seit dem im Keller verscharrt. In diesem Tagebuch fanden damals die Niederschriften einer Pubertierenden, zum ersten Mal Verliebten und teils Verzweifelten statt.

Aber heute wird alles anders! Zumindest muss ich mir das jetzt einreden. Und Euch! Lasst uns gemeinsam rausfinden, ob meine Selbstironie für irgendjemanden sonst noch bemerkens- und kommentierenswert sein wird.

Ach ja, ich war dabei mich vorzustellen. Als Feministin bezeichne ich mich noch nicht all zu lange. Dass ich eine bin, wusste ich dennoch schon sehr früh. Ich war nie das typische Mädchen mit Rüschen und rosa Kleidchen. Ich gestehe offen und gern, dass mir das manchmal gefehlt hat und ich heute noch in einem Zimmer mit rosa Wänden und Hello Kitty Kuscheltieren wohne. Aber das ist KEIN Widerspruch. Wer etwas anderes denkt – irrt! Feminismus ist nicht gleich langes Beinhaar und kurzes auf dem Kopf… obwohl, um dem Klischee näher zu kommen habe ich mir vorsorglich die langen Blonden abgeschnitten ;).

Was gäbe es noch zu sagen?

Nach meinem Bachelor in Soziologie – als Soziologie-Bachelorette gewissermaßen – habe ich mich jetzt in die Tiefen der Geschlechterstudien gestürzt. Ein Traum sag ich Euch! Alle mögen alle und keiner bleibt allein! Die reinste Flower Power Idylle mitten im harschen Berlin.

Und dann bin ich auch noch Ausländerin. Wow.
Guuut, ich ziehe jetzt einfach mal noch mehr Ablehnung auf mich, wenn ich sage, dass ich zwei Staatsbürgerschaften besitze. Das geht in manchem Fall und ich darf mich glücklich schätzen, mit zwei Pässen zu hantieren.

Mütterchen Russland und deutsches Vaterland  – entscheiden fiele mir ohnehin schwer. Zumal ich mich eh nicht gern entscheide. Ich sage lieber alles, als eins davon. Das trifft auf viele Entscheidungen zu, das werde ich wohl oder übel in diesem nun öffentlichen Seelenstriptease zur Schau stellen.

Das Last von not Least fällt mir immer sehr schwer. Aber ich möchte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und – wie das schon häufig geschah und warum ich meine Finger still zu halten versuchte – komme zum Ende, vorerst:

Warum KLEINE wenn es doch nach GROOOOSSEM Feminismus und GROOOSSEM Migrationshintergrund klingt? Es stimmt: ich bin gar nicht so klein. Eigentlich sogar überdurchschnittlich groß, ganze 175 Zentimeter :). Nennen wir es das Kindchenschema des virtuellen Engagements. Das Süße und Unschuldige kommt bekanntermaßen (und laut einigen auch wissenschaftlich begründet) sehr gut an bei Menschen jeden Geschlechts und Altern, jeder ethnischen Herkunft und jeder kulturellen Strömung…

KF ❤

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